Was noch so alles möglich ist, außer Chianti. Das Edelöl vom Castello di Ama

Lorenza Sebasti und ihr Mann, der Önologe Marco Pallanti konnten es einfach nicht lassen. Da machen die beiden in der Toskana nun schon ausgezeichneten Chianti und sind mit dem Wein aufs Beste ausgelastet und doch wollten sie es dabei einfach nicht auf sich beruhen lassen.
Ein Gedanke war vielleicht, dass es einfach zu schade wäre diese Olivenhaine ungenutzt zu lassen, auch wenn die Erträge eher niedrig und die Ernte beschwerlich ist. Oder vielleicht wollten sie einfach ihr eigenes Chianti-Öl in die Welt setzen.

In Sachen Komposition entschieden sie sich für 50% Correggiolo, 40% Moraiolo sowie jeweils 5% Leccino und Frantoio. Die Basis aus Correggiolo bringt eine würzig pikante Grundnote ins Öl, gepaart mit einer mittleren Fruchtigkeit, die Artischocke und Gras enthält. Moraiolo unterstützt diese Noten mit einem Hauch Mandel und ebenso Artischocke und Frantoio ergänzt die Cuvée abschließend mit kräutrigen Aromen.

All diese Sorten wachsen auf stark lehm- und kalkhaltigem Boden, von denen zwischen Ende Oktober und Ende November die Oliven von Hand gepflückt werden. Anschließend werden sie in Holzkisten verladen und das Öl binnen höchstens 12 Stunden in einer hochmodernen Pieralisi-Presse aus ihnen extrahiert. Auf eine anschließende Filterung wird im Interesse einer maximalen geschmacklichen Einzigartigkeit verzichtet.

Betrachtet man es in einem Glas oder auf weißem Porzellan, so ist das Öl von goldgelber Farbe mit zartgrünem Einschlag. Die Nase empfindet es als kraftvoll und macht Noten von Distel, Artischocke und wilder Zichorie aus. (Die Zichorie ist etwas für die gaaaanz Geschulten) Wer sich wirklich umfassend mit dem Öl beschäftigt wird auch Minze und Rosmarin im Bouquet antreffen.
Im Mund ist es komplex und würzig und erinnert an den Geschmack von Salat, schwarzem Pfeffer und Mandeln.

Castello di Ama. Auch an Salat allererste Wahl, erst recht zusammen mit kräftigem Feta und gerösteten Sonnenblumenkernen.

Dieses Öl weiß zu bestehen, gerade auch gegenüber kräftigen Aromen, auch wenn es nur auf Brot schon eine gute Figur macht. Einfach mal auf gegrilltes Lamm oder Roastbeef träufeln oder gegrillte und danach gepellte Paprika damit veredeln und man weiß, wo die kulinarische Reise mit guten Zutaten hingehen kann.

Wer mehr über den Hersteller Castello di Ama erfahren will sollte ihre Website besuchen.

Wer Interesse an diesem absoluten Edelöl hat, kann hier oder hier vorbeischauen und sich schlau machen oder gleich zuschlagen.